Sterneck.Net



STERNECK.NET

Cybertribe-Archiv

Utopia  |  Politik  |  Íkologie  |  Gender  |  Sex  |  Cyber
Ritual  |  Drogen  |  Musik  |  Literatur  |  Vision  ||  Projekte  ||  English

Claus Sterneck
Claus-In-Island  |  Pictures+Sounds  |  Ausstellungen  |  Musik  |  Facebook  |  News  |  English

Wolfgang Sterneck
Artikel+Texte  |  Foto-Reportagen  |  Bücher  |  Workshops  |  Musik  |  Facebook  |  News  |  English

Archiv Sterneck.net
www.sterneck.net contact@sterneck.net


KEINE INQUISITION, KEINE FATWA

 
Wenn Schriftsteller, Filmemacher oder Karikaturisten wegen religionskritischer Veröffentlichungen mit dem Tode bedroht oder gar ermordet werden, dann ist das nicht anderes als blanker, inakzeptabler Faschismus. Er ist durch nichts zu entschuldigen und in keinster Weise zu tolerieren.
 
Es besteht durchaus ein Kampf der Kulturen, allerdings geht es nur vordergründig um die christliche gegen die islamische Welt, sondern die laizistische, aufgeklärte, tolerante Gesellschaft gegen die Religionen und ihre Auswüchse: faschistoide Intoleranz, Zwangsmissionierung, Unterdrückung von Frauen, Bevormundung der Bevölkerung, Einschränkung der Freiheit und Gewalt gegen Andersdenkende.
 
Ob die Täter nun islamisch, christlich, jüdisch oder was auch immer sind, tut eigentlich nichts zur Sache, denn deren Denk- und Handlungsstrukturen sind weitgehend identisch und in gleicher Weise gefährlich. Entsprechend notwendig ist der Kampf gegen die schleichende Unterwanderung der Gesellschaft und Politik durch die Religion. Der größte Fehler dabei wäre, den religiösen Extremisten durch falschverstandene Toleranz und Verständnis für religiöse Gefühle in ihrem menschenverachtenden Handeln freie Hand zu lassen, was aber leider gerade in der Linken immer wieder gerne geschieht.
 
Den Fundamentalismus hinzunehmen, Verständnis für religiöse Gefühle zu heucheln und sich letztlich von Gewaltdrohungen einschüchtern zu lassen, bedeutet aber letztlich eine Kapitulation vor einen religiös-faschistischem Gedankengut. Die patriarchale Diktatur in den meisten islamischen Ländern wie zum Teil auch in den im Westen lebenden moslemischen Familien ist auch nicht mit kulturellen Unterschieden zu rechtfertigen. Die weitverbreitete Erziehung der männlichen Kinder zu kleinen Machos, die kleinste vermeintliche Ehrverletzungen mit Gewalt beantworten ist nur ein letztlich unakzeptables Erscheinungsbild von unzähligen. Der Versuch der Integration entsprechender religiöser Gruppen ist zwangsläufig nicht nur zum Scheitern verurteilt, sie ist vielmehr auch eine Verleugnung einer aufgeklärten Gesellschaft.
 
 Remix von http://www.indymedia.ch/frmix/2004/11/27607.shtml



Zurück zur Übersicht